SwiftKey – Angenehmer schreiben auf Android

Mein bisher bester App-Einkauf auf meinem HTC Desire (Froyo) war eindeutig die Tastatur-App SwiftKey. Diese Applikation ermöglicht ein sehr flottes Schreiben, in dem es die Schreibgewohnheiten des Users aufnimmt und dementsprechende Worte vorschlägt. Wer zum Beispiel in seinen Messages häufig „Wie geht es Dir?“ schreibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Swiftkey spätestens nach „Wie“ praktisch die ganze Wortkette für diesen Satz vorschlägt. Dies wird auch im folgendem Video ab 00:10 sehr deutlich.

Link zum Android-Market

SwiftKey im Android-Market

Die App lässt sich auf zwei Sprachen einstellen, für mich ist das leider eine Sprache zu wenig, weil ich neben Deutsch und Englisch hin und wieder auch Französisch benutze. Auch die Tastatur lässt sich auswählen, man kann sich zwischen QWERTY, QWERTZ, QZERTY oder AZERTY entscheiden. Die Tastatur ist auch im Querformat zu nutzen, das heisst, die Tastatur wird dann breiter oder entsprechen schmaler eingestellt. Die Tasten sind gut zu erreichen und haben eine Grösse, dank der gut zu tippen ist (wobei ich sagen muss, dass ich kleine und feine Hände habe).
SwiftKey kann man gratis während zwei Wochen ausprobieren.

 

Diese App ein Muss für jeden, der oft und gerne längere Texte auf seinem Android-Phone schreibt!

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Dropbox vs. Wuala

Dropbox ist ziemlich bekannt geworden als ein Konkurrent von Wuala, Teamdrive, Live Mesh, Nomadesk und vielen anderen. Während Teamdrive und andere ähnliche Anbieter sich auf Business-Kunden konzentrieren, wenden sich Dropbox und Wuala vor allem an Privatpersonen. Ich hatte nun nicht die Gelegenheit, alle Anbieter auszuprobieren, sondern möchte nur zwei gegenüberstellen, die ich selber getestet habe, Dropbox und Wuala.

Dropbox ist ein in San Francisco beheimatetes Unternehmen, das 2008 gegründet wurde. Die Server sind in den USA gehostet, somit unterliegen die Daten der Rechtsprechung der USA.
Wuala ist ein Produkt von Caleido AG, einem Spin-Off der ETH Zürich und hat seine Server in der Schweiz und in Deutschland. Die Firma wurde 2009 durch das amerikanisch-französische Speicherunternehmen LaCie übernommen.

Wualas Konzept ist etwas komplizierter als das von Dropbox. Man kann zum Beispiel 1GB freien Festplattenspeicher an Wuala abtreten, wofür man 1GB Onlinespeicher erhält. Man verliert also keinen Speicherplatz, doch man ist an einige Bedingungen gebunden. Man muss eine gewisse Stundenzahl im Netz sein, damit man diesen Speicher gratis erhält. Das bedeutet also auch, dass man Netzwerkkapazität freigeben muss, es verringert also die Geschwindigkeit der Internetleitung dadurch, dass Wuala auf diesen freigegebenen Festplattenplatz zugreift. Die eingetauschten Gigabites sind im Netzwerk natürlich auch nicht ganz so schnell wie lokalen. Das sind also die „versteckten“ Kosten, die man für einen eingetauschten Onlinespeicher eingeht. Alternativ kann sich aber auch Onlinespeicher kaufen, ohne dass man dafür Festplattenspeicher hergeben muss.

Dropbox ist mittlerweile so weit verbreitet, dass es Clients für iPhone und Android gibt. Das heisst, Dropbox kann praktisch ubiquitär genutzt werden, überall dort, wo es ein Netzwerk gibt.
Demgegenüber kann Wuala nicht ganz mithalten, doch das ist, scheint es, auch nicht unbedingt die Idee von Wuala. Wuala setzt sehr stark auf die Datensicherheit. Auf Grund der Idee, dass man die Daten in der Cloud verteilt und unter Umständen auch bei einer Privatperson hat, müssen die Daten erst verschlüsselt werden. Die Daten sind stark verschlüsselt, so dass niemand, ausser dem Eigentümer der Daten bzw. demjenigen, der das Passwort hat, auf diese zugreifen kann. Nicht einmal die Firma Caleido AG kann auf die Daten zugreifen, wie Caleido AG selbst betont, denn das Passwort des Nutzers verlässt den Computer nie, es wird also nie zu Wuala übertragen. Das heisst auch, bei Problemen mit dem Passwort kann hier Wuala nicht aushelfen. Man kann sich, wenn man will, bei Wuala eine Merkhilfe einrichten.
Anders ist hier Dropbox: Es verschlüsselt die Daten nicht, sondern will die Daten lediglich auf dem Server sicher verwahren. Dropbox legt jedoch nicht offen, wie die Daten verschlüsselt werden, aber Dropbox weist darauf hin, dass man die Daten selber verschlüsseln könne, bevor sie hochgeladen werden. Sie schlagen dafür truecrypt vor, eine sehr bekannte Software zur Verschlüsselung von Daten. Man kann dessen Quellcode einsehen, aber sie wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht als Open Source anerkannt. Das macht Dropbox meiner Meinung nach relativ heikel, was die Datensicherheit angeht. Wenn man also sicher sein will, dass die Daten vor anderen sicher sind, muss man sie verschlüsseln oder einen Container mit truecrypt machen, damit die Daten sicher sind. Dafür kann Wuala allenfalls bei einem Passwortproblem aushelfen.

Wuala will „social“ sein. Man kann – muss aber nicht – bei seinem Nutzerkonto seinen Realnamen angeben, damit man von anderen Freunden einfacher gefunden wird. Damit wird der Daustausch einfacher möglich. Wuala stellt drei verschiedene Ordner zur Verfügung: einen, auf den nur der Nutzer zugreifen kann, einen anderen, auf den nur Freunde zugreifen können und auf den Dritten kann die ganze Welt zugreifen, sofern sie im Besitz des Links sind.

Ein ähnliches Konzept verfolgt Dropbox, aber man kann da keine Freunde spezifizieren, sondern es ist ein entweder-oder: Entweder sind die Daten geheim oder alle können darin einsehen, wenn man den Link dazu hat.

Auffällig sind die Unterschiede, wie der Datenaustausch zum einen und zum anderen Dienst funktionieren. Wuala stellt neben dem Netzlaufwerk auch eine Software zur Verfügung, mit der man sehr übersichtlich sein Konto wie die Daten verwalten kann.
Dropbox kennt keine solche Software, sondern nur den „nackten“ Windows Explorer. Man hat also keine eigene Software dafür, sondern man verschiebt seine Daten einfach ins Netzlaufwerk.

Fazit: Mir gefällt Wuala etwas besser, vor allem auch weil dieser Dienst die Daten standardmässig und transparent verschlüsselt. Der Mitgründer von Wuala, Dominik Grolimund, hat ein zehnseitiges Paper veröffentlicht, das leider auch für mich (ich habe einige Semester an der ETHZ Informatik studiert und habe nach einer Seite abgebrochen…) sehr schwer zu lesen ist. Im Forum hat Wuala aber angekündigt, den Sicherheitsaspekt im eigenen Blog ausführlich und einfach erklären zu wollen. Die Transparenz von Wuala gefällt mir insofern eindeutig besser, zudem werden die Server in der Schweiz und in Deutschland gehostet, was eine bessere Rechtssicherheit für die Daten sorgt.
Dropbox‘ stärken sind dagegen klar in der Ubiquität und Hochverfügbarkeit der Daten zu suchen. Es gibt iPhone-Apps wie auch auf Android Apps, mit deren Hilfe auf Dropbox zugegriffen werden können. Ich habe nun
Abschliessend gilt nur noch darauf hinzuweisen, dass die Sicherheit der Daten nur so sicher ist wie das Passwort. Wie man sichere Passwörter erstellt, darüber gibt auch Wikipedia Auskunft.

Ich habe mir einige GB bei Wuala gekauft, weil sie mir grundsätzlich sympathischer sind und mehr Funktionen zu Verfügung stellen. So ist beispielsweise ein einfacher Datenaustausch mit bestimmten Personen sehr einfach Man muss sich aber bewusst sein, dass Daten dort nicht zu 100% sicher im Sinne der Verfügbarkeit sind. Wer ein wirklich gutes Backupsystem für sehr wichtige Daten haben will, sollte diese nicht nur einem System anvertrauen, sondern mehrere Backups haben.

Dropbox ist mir irgendwie nicht ganz sympathisch, vor allem nicht, weil sie nicht offen sagen können, wie die Daten verschlüsselt werden.

Es muss am Ende jeder für sich selber entscheiden, welche Vorteile man zugunsten welchen Nachteilen in Kauf nehmen will.

Eckdaten:

Dropbox:

  • Sichere Verbindung zum Server (SSL)
  • Unkompliziert, weil sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten
  • Stellt 2GB Online-Speicher gratis zur Verfügung, weitere GB können dazugekauft werden
  • Datenverfügbarkeit wird nicht garantiert.
  • Speicherpreise sind meiner Meinung nach kompetitiv
  • Verfügbar für Windows, Mac, Linux, iPhone, Android und Blackberry

Wuala

  • Sichere Verbindung zum Server (SSL)
  • Ebenfalls unkompliziert, hat aber relativ viele Einstellungsmöglichkeiten, die übersichtlich präsentiert werden
  • Gute Hilfe, gutes Forum; fast alles auf Deutsch erhältlich
  • Man kann eigenen Festplattenspeicher gegen Onlinespeicher eintauschen, muss aber nicht; Speicherkauf ist ebenfalls möglich
  • Hat eine soziale Komponente, man kann Dateien nur bestimmten Freunden veröffentlichen und eignet sich damit auch besser für das Arbeiten im Team.
  • Datenverfügbarkeit wird nicht garantiert, aber scheint zur Zeit nicht ganz so sicher zu sein wie Dropbox.
  • Daten können versioniert werden
  • Ordner können spezifiziert werden, die automatisch gesichert (synchronisiert) werden sollen
  • Speicherpreise sind meiner Meinung nach kompetitiv
  • Verfügbar für Windows, Mac und Linux

Videos

Dropbox‘ Video ist leider nicht einbettbar.

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