Mehrere Skype-Accounts gleichzeitig laufen lassen

Diese Möglichkeit ist nicht mehr ganz neu und ich hatte auch schon vor langer Zeit zwei Accounts laufen, aber nicht gleichzeitig. Den Traum, zwei Accounts gleichzeitig laufen zu lassen können, habe ich aber nie ganz aufgegeben.

Nach einer erneuten Recherche bin ich auf den Tipp von Numlock.ch gestossen. Ich gebe den Artikel auf zusammengefasst in Deutsch wieder:

  1. Direkt von Installationsorder (z. B. C:\Programme\Skype) von Skype eine Verknüpfung erstellen. Das geht am einfachsten mit rechten Maustaste -> senden an -> Desktop
  2. Die Verknüpfung mit der rechten Maustaste anklicken und „Eigenschaften“ auswählen
  3. In der Box „Ziel“ folgendes hinzufügen: „secondary“, so dass es wie folgt aussieht: “C:\Program Files (x86)\Skype\Phone\Skype.exe” /secondary
    Wichtig ist, dass \secondary nach dem Schlusszeichen steht
  4. Skype starten und jetzt kann man den neuen Skypeaccount eröffnen.
  5. Auf Numlock.ch schreibt jemand im Komentar, dass er so erfolgreich 5 Accounts gleichzeitig zum laufen gebracht habe. Ich habe es nur mit zweien getestet.

SwiftKey – Angenehmer schreiben auf Android

Mein bisher bester App-Einkauf auf meinem HTC Desire (Froyo) war eindeutig die Tastatur-App SwiftKey. Diese Applikation ermöglicht ein sehr flottes Schreiben, in dem es die Schreibgewohnheiten des Users aufnimmt und dementsprechende Worte vorschlägt. Wer zum Beispiel in seinen Messages häufig „Wie geht es Dir?“ schreibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Swiftkey spätestens nach „Wie“ praktisch die ganze Wortkette für diesen Satz vorschlägt. Dies wird auch im folgendem Video ab 00:10 sehr deutlich.

Link zum Android-Market

SwiftKey im Android-Market

Die App lässt sich auf zwei Sprachen einstellen, für mich ist das leider eine Sprache zu wenig, weil ich neben Deutsch und Englisch hin und wieder auch Französisch benutze. Auch die Tastatur lässt sich auswählen, man kann sich zwischen QWERTY, QWERTZ, QZERTY oder AZERTY entscheiden. Die Tastatur ist auch im Querformat zu nutzen, das heisst, die Tastatur wird dann breiter oder entsprechen schmaler eingestellt. Die Tasten sind gut zu erreichen und haben eine Grösse, dank der gut zu tippen ist (wobei ich sagen muss, dass ich kleine und feine Hände habe).
SwiftKey kann man gratis während zwei Wochen ausprobieren.

 

Diese App ein Muss für jeden, der oft und gerne längere Texte auf seinem Android-Phone schreibt!

Dropbox vs. Wuala

Dropbox ist ziemlich bekannt geworden als ein Konkurrent von Wuala, Teamdrive, Live Mesh, Nomadesk und vielen anderen. Während Teamdrive und andere ähnliche Anbieter sich auf Business-Kunden konzentrieren, wenden sich Dropbox und Wuala vor allem an Privatpersonen. Ich hatte nun nicht die Gelegenheit, alle Anbieter auszuprobieren, sondern möchte nur zwei gegenüberstellen, die ich selber getestet habe, Dropbox und Wuala.

Dropbox ist ein in San Francisco beheimatetes Unternehmen, das 2008 gegründet wurde. Die Server sind in den USA gehostet, somit unterliegen die Daten der Rechtsprechung der USA.
Wuala ist ein Produkt von Caleido AG, einem Spin-Off der ETH Zürich und hat seine Server in der Schweiz und in Deutschland. Die Firma wurde 2009 durch das amerikanisch-französische Speicherunternehmen LaCie übernommen.

Wualas Konzept ist etwas komplizierter als das von Dropbox. Man kann zum Beispiel 1GB freien Festplattenspeicher an Wuala abtreten, wofür man 1GB Onlinespeicher erhält. Man verliert also keinen Speicherplatz, doch man ist an einige Bedingungen gebunden. Man muss eine gewisse Stundenzahl im Netz sein, damit man diesen Speicher gratis erhält. Das bedeutet also auch, dass man Netzwerkkapazität freigeben muss, es verringert also die Geschwindigkeit der Internetleitung dadurch, dass Wuala auf diesen freigegebenen Festplattenplatz zugreift. Die eingetauschten Gigabites sind im Netzwerk natürlich auch nicht ganz so schnell wie lokalen. Das sind also die „versteckten“ Kosten, die man für einen eingetauschten Onlinespeicher eingeht. Alternativ kann sich aber auch Onlinespeicher kaufen, ohne dass man dafür Festplattenspeicher hergeben muss.

Dropbox ist mittlerweile so weit verbreitet, dass es Clients für iPhone und Android gibt. Das heisst, Dropbox kann praktisch ubiquitär genutzt werden, überall dort, wo es ein Netzwerk gibt.
Demgegenüber kann Wuala nicht ganz mithalten, doch das ist, scheint es, auch nicht unbedingt die Idee von Wuala. Wuala setzt sehr stark auf die Datensicherheit. Auf Grund der Idee, dass man die Daten in der Cloud verteilt und unter Umständen auch bei einer Privatperson hat, müssen die Daten erst verschlüsselt werden. Die Daten sind stark verschlüsselt, so dass niemand, ausser dem Eigentümer der Daten bzw. demjenigen, der das Passwort hat, auf diese zugreifen kann. Nicht einmal die Firma Caleido AG kann auf die Daten zugreifen, wie Caleido AG selbst betont, denn das Passwort des Nutzers verlässt den Computer nie, es wird also nie zu Wuala übertragen. Das heisst auch, bei Problemen mit dem Passwort kann hier Wuala nicht aushelfen. Man kann sich, wenn man will, bei Wuala eine Merkhilfe einrichten.
Anders ist hier Dropbox: Es verschlüsselt die Daten nicht, sondern will die Daten lediglich auf dem Server sicher verwahren. Dropbox legt jedoch nicht offen, wie die Daten verschlüsselt werden, aber Dropbox weist darauf hin, dass man die Daten selber verschlüsseln könne, bevor sie hochgeladen werden. Sie schlagen dafür truecrypt vor, eine sehr bekannte Software zur Verschlüsselung von Daten. Man kann dessen Quellcode einsehen, aber sie wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht als Open Source anerkannt. Das macht Dropbox meiner Meinung nach relativ heikel, was die Datensicherheit angeht. Wenn man also sicher sein will, dass die Daten vor anderen sicher sind, muss man sie verschlüsseln oder einen Container mit truecrypt machen, damit die Daten sicher sind. Dafür kann Wuala allenfalls bei einem Passwortproblem aushelfen.

Wuala will „social“ sein. Man kann – muss aber nicht – bei seinem Nutzerkonto seinen Realnamen angeben, damit man von anderen Freunden einfacher gefunden wird. Damit wird der Daustausch einfacher möglich. Wuala stellt drei verschiedene Ordner zur Verfügung: einen, auf den nur der Nutzer zugreifen kann, einen anderen, auf den nur Freunde zugreifen können und auf den Dritten kann die ganze Welt zugreifen, sofern sie im Besitz des Links sind.

Ein ähnliches Konzept verfolgt Dropbox, aber man kann da keine Freunde spezifizieren, sondern es ist ein entweder-oder: Entweder sind die Daten geheim oder alle können darin einsehen, wenn man den Link dazu hat.

Auffällig sind die Unterschiede, wie der Datenaustausch zum einen und zum anderen Dienst funktionieren. Wuala stellt neben dem Netzlaufwerk auch eine Software zur Verfügung, mit der man sehr übersichtlich sein Konto wie die Daten verwalten kann.
Dropbox kennt keine solche Software, sondern nur den „nackten“ Windows Explorer. Man hat also keine eigene Software dafür, sondern man verschiebt seine Daten einfach ins Netzlaufwerk.

Fazit: Mir gefällt Wuala etwas besser, vor allem auch weil dieser Dienst die Daten standardmässig und transparent verschlüsselt. Der Mitgründer von Wuala, Dominik Grolimund, hat ein zehnseitiges Paper veröffentlicht, das leider auch für mich (ich habe einige Semester an der ETHZ Informatik studiert und habe nach einer Seite abgebrochen…) sehr schwer zu lesen ist. Im Forum hat Wuala aber angekündigt, den Sicherheitsaspekt im eigenen Blog ausführlich und einfach erklären zu wollen. Die Transparenz von Wuala gefällt mir insofern eindeutig besser, zudem werden die Server in der Schweiz und in Deutschland gehostet, was eine bessere Rechtssicherheit für die Daten sorgt.
Dropbox‘ stärken sind dagegen klar in der Ubiquität und Hochverfügbarkeit der Daten zu suchen. Es gibt iPhone-Apps wie auch auf Android Apps, mit deren Hilfe auf Dropbox zugegriffen werden können. Ich habe nun
Abschliessend gilt nur noch darauf hinzuweisen, dass die Sicherheit der Daten nur so sicher ist wie das Passwort. Wie man sichere Passwörter erstellt, darüber gibt auch Wikipedia Auskunft.

Ich habe mir einige GB bei Wuala gekauft, weil sie mir grundsätzlich sympathischer sind und mehr Funktionen zu Verfügung stellen. So ist beispielsweise ein einfacher Datenaustausch mit bestimmten Personen sehr einfach Man muss sich aber bewusst sein, dass Daten dort nicht zu 100% sicher im Sinne der Verfügbarkeit sind. Wer ein wirklich gutes Backupsystem für sehr wichtige Daten haben will, sollte diese nicht nur einem System anvertrauen, sondern mehrere Backups haben.

Dropbox ist mir irgendwie nicht ganz sympathisch, vor allem nicht, weil sie nicht offen sagen können, wie die Daten verschlüsselt werden.

Es muss am Ende jeder für sich selber entscheiden, welche Vorteile man zugunsten welchen Nachteilen in Kauf nehmen will.

Eckdaten:

Dropbox:

  • Sichere Verbindung zum Server (SSL)
  • Unkompliziert, weil sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten
  • Stellt 2GB Online-Speicher gratis zur Verfügung, weitere GB können dazugekauft werden
  • Datenverfügbarkeit wird nicht garantiert.
  • Speicherpreise sind meiner Meinung nach kompetitiv
  • Verfügbar für Windows, Mac, Linux, iPhone, Android und Blackberry

Wuala

  • Sichere Verbindung zum Server (SSL)
  • Ebenfalls unkompliziert, hat aber relativ viele Einstellungsmöglichkeiten, die übersichtlich präsentiert werden
  • Gute Hilfe, gutes Forum; fast alles auf Deutsch erhältlich
  • Man kann eigenen Festplattenspeicher gegen Onlinespeicher eintauschen, muss aber nicht; Speicherkauf ist ebenfalls möglich
  • Hat eine soziale Komponente, man kann Dateien nur bestimmten Freunden veröffentlichen und eignet sich damit auch besser für das Arbeiten im Team.
  • Datenverfügbarkeit wird nicht garantiert, aber scheint zur Zeit nicht ganz so sicher zu sein wie Dropbox.
  • Daten können versioniert werden
  • Ordner können spezifiziert werden, die automatisch gesichert (synchronisiert) werden sollen
  • Speicherpreise sind meiner Meinung nach kompetitiv
  • Verfügbar für Windows, Mac und Linux

Videos

Dropbox‘ Video ist leider nicht einbettbar.

Update

Jolicloud

Ich wurde vor kurzem von einer Bekannten angefragt, ob ich ihr Netbook (eine Asus eee PC 900)  neu aufsetzen könne, ihr Xandros-Linux liess sich nach einem Update nicht mehr richtig starten. Tatsächlich klagen im Internet nicht wenige Leute darüber, dass das Xandros-Linux, mit dem dieser Asus-Netbook standardmässig ausgeliefert wird, schwer zu warten sei. Eindrücklich ist dies auch auf Distrowatch.com in der Liste der Paketversionen zu sehen. Antrieb für den Update den Rechner der Bekannten war nämlich, dass Ihr Firefox nicht mehr auf youtube.com hinsurfen konnte, weil youtube.com seit kurzem ältere Browser nicht länger unterstützt.

So machte ich mich also auf die Suche nach einem Ersatzlinux, das ich auf das Netbook installieren könnte. Ich stiess auf einige Möglichkeiten wie Ubuntu Netbook Remix, Moblin, und weitere. Am besten gefallen hat mir Jolicloud, denn das hat den Anforderungen am besten entsprochen: Es soll sehr einfach zu bedienen sein und vor allem auf das Internet ausgerichtet sein. Sie geht mit diesem Netbook praktisch nur ins Internet.

Die Tatsache, dass Jolicloud eigentlich noch pre-Beta ist, hat mich anfänglich abgeschreckt, aber ich habe mich trotzdem herangewagt – es basiert ja auf Ubuntu und die Testberichte wiesen darauf hin, dass vor allem die Installation pre-beta-mässig sei. Gut, kein Problem, ich muss mich damit ja nur einmal herumschlagen, die Bekannte dann nicht mehr.

Es ging aber einfacher als ich dachte – die Installation ging sehr flott über die Bühne. Ich bin nun auf die Reaktion der Bekannten gespannt – ich werde ihr das Netbook bald überreichen. Ihr werdet davon hören!

Opera – der verkannte Browser

Ich habe in den letzten Wochen den Browser Opera getestet. Die Idee geht teilweise auf die Anregung von Daniel zurück. Zu einem anderen Teil wollte ich länger schon den Browser wieder einmal testen. Den Browser kannte ich bereits um das Jahr 2000, als er noch Werbefinanziert war. Auch damals hatte mich der Browser fasziniert und eine Zeit lang, noch bevor Firefox existierte (erst ab 2002), war ich am liebsten mit Opera unterwegs, denn er war den damaligen Konkurrenten Netscape und Internet Explorer einiges innovativer. Später wechselte ich dann zu Firefox, nachdem Firefox das Tabbed Browsing von Opera abguckte – vor allem aber war er nicht werbefinanziert. Zudem war und ist mir Firefox wegen seines offenen Quellcodes sympathisch. Bei Firefox blieb ich also bis Weihnachten, wenn ich einmal von kurzen Affären mit den textbasierten Browsern Lynx und Links (unter Linux, Gentoo) absehe.

Ich habe mir also noch vor Weihnachten Opera als Standardbrowser eingerichtet und surfte fortan mit Opera durchs weite Web.

Widgets

Widgets sind bei Opera eine Mischung zwischen Widgets, wie man sie bei Windows Vista, Windows 7 oder natürlich von Google Widgets  kennt und dem, was man sich bei Firefox als Add-on installiert. Von der Funktionalität her sind die Applikationen eher Widgets, das heisst, man kann, so lange der Browser läuft, sich eine Applikation einrichten, die wie bei Google Widget auf dem Desktop läuft. Es gibt hunderte Wigets für Opera, aber so richtig überzeugend sind leider nur wenige. Viele davon sind nur Abklatsch von anderen, manchmal sind es Forks und schlimmer noch – eine klare Versionierung bei den Widgets scheint es nicht zu geben. Zu den beliebtesten Widgets zählen eine Wetterapplikation touchthesky und eine Aquarium-Simulation SimAquarium (vorsicht: Suchtgefahr!). Bei Firefox gibt es dem gegenüber tausende von Add-ons, auch da gibt es viele Forks und manchmal werden sie auch Shareware-artig angeboten. Diesem Durcheinander begegnet die Mozilla Stiftung, die Firefox herstellt, mit einer ziemlich übersichtlichen Suchhilfe. Diesen Punkt hat die Mozilla Fondation eindeutig besser gelöst und es gibt viel mehr (gute) Erweiterungen für Firefox.

Schlechter gelöst hingegen ist die Sicherheit von Firefox. Add-ons von Firefox sind berüchtigt dafür, dass sie ein gewisses Gefahrenpotential bergen, weil diese mehr tun können, als eigentlich im Browser erlaubt wäre. Das Risiko, dass ein Angreifer solche Addons benutzt, um den PC zu attackieren, zum Beispiel zu spionieren, ist existent. Wie hoch das Potential bei Opera bei den Widgets ist, kann ich nicht beurteilen, habe ich doch darüber bislang noch keinen kritischen Bericht lesen können, aber das heisst noch nicht, dass der Einsatz der Widgets unbedenklich wäre.

Opera Mail

Opera Mail habe ich nicht getestet, aber ich habe darüber gelesen. Opera Mail soll ein schnelles Suchverfahren haben, aber eher wenige Funktionen. Für mich kommt ein Emailclient innerhalb eines Browsers schon deswegen nicht in Frage, weil ich zur Zeit ca. 10’000 Emails in meinem Client verwalte. Da sollte ich lieber zu mutt (einem Textbasierten Emailclient) umsteigen… 😉

Opera Unite

Von Opera Unite bin ich ziemlich begeistert. Eigentlich bin ich sogar überrascht, dass es um Opera Unite nicht ein grösseres Echo gegeben hat – vielleicht liegt das daran, dass Operas Marketing eher zurückhaltend ausgeübt wurde. Das ist nicht ganz unverständlich, besteht doch mit Opera Unite die Möglichkeit, innerhalb des Browsers einen Server zu betreiben, der zum Beispiel auch als Streaming-Server benutzt werden kann. Das heisst, man kann mit dieser Funktionalität zum Beispiel Musikdateien mit Freunden teilen. In Anbetracht der politischen Athmosphäre, die zur Zeit um dieses Thema schwebt, ist es wohl keine gute Idee, diese Sache an eine zu grosse Glocke zu hängen. Andererseits ist die Möglichkeit, Dateien direkt aus dem Browser heraus teilen zu können, nicht unbedingt wünschenswert, wenn diese über das HTTP-Protokoll statt findet. Dann kann ich die Datei ebensogut via Email versenden oder über einen FTP-Server anbieten. Obwohl die Idee verblüffend einfach ist und meines Erachtens wirklich toll umgesetzt ist, scheint es, als ob der Anreiz indes nicht zu gross ist, weil einfach zu viele andere Alternativen offen stehen, die ohne Opera auskommen. Interessanter würde die Sacher bestimmt, wenn die Übertragung auch verschlüsselt funktionieren würde. Trotzdem halte ich diese Funktion für einer der Highlights von Opera, nachfolgend ein Beispiel, das die Funktion für ein Fotoalbum zeigt.

Darstellung von Websites

Opera gehört zur Zeit zu den wenigen Browser, die den so genannten Acid 3.0-Test bestehen. Der Test prüft den Browser auf verschiedene durch das World Wide Web Consortium veröffentlichte Standards. Mehr darüber erfährt man von Wikipedia.
Damit ist es grundsätzlich eine gute Idee, mit Opera ins Web zu gehen, denn gerade Microsoft hat in der Vergangenheit versucht, mit Internet-Explorer einem eigenen „HTML-Standard“ Mitbewerber ins Abseits zu drängen. Dank Firefox muss Microsoft sich mittlerweile viel stärker an die offiziellen Standards des World Wide Web Consortiums halten.

Leider ist es so, dass die Theorie der Praxis nicht ganz übereinstimmt. So hatte ich auf mehreren Webseiten Darstellungsprobleme, die zum Teil die Nutzung der Webseiten verunmöglichten. Ein Beispiel ist die Website der Schweizer Niederlassung der Kia, einem Autohersteller, die mit Opera nicht zugänglich ist. Das ist streng genommen nicht das Problem von Opera, denn diese hält sich gemäss diesem Acid3-Test an die Standards, die Website hingegen kann auch durch das Web-Consortium nicht validiert werden. Allerdings gibt es in der Praxis nur wenige Websites, die vollständig valide sind, so dass man mit Opera immer wieder auf Schwierigkeiten stösst. Grund für das häufige Darstellungsproblem in Opera ist die geringe Verbreitung des Opera-Browsers. Wäre die Nutzung weiter verbreitet, würden (mehr) Webdesigner prüfen, ob die Website auch mit Opera zugänglich ist oder nicht.

Allgemeines Handling

Das Handling von Opera ist recht angenehm. Negativ fällt vor allem die recht lange Ladezeit des Browsers aus. Firefox ist da schneller. Angenehm dagegen sind die hohe Stabilität und die Mouse Gestures, die ich schon seit Jahren in anderen Browsern vermisse. Mit der Kombination der rechten Maustaste und einer Bewegung kann man den Browser steuern, z. B. eine Seite zurück oder vorwärts gehen. Das ist sehr praktisch, aber leider nicht immer einfach zu bedienen. Man muss recht genau in der Befehlsausführung sein, sonst erhält man leicht ein anderes Resultat. Die Alternative, die ich unter Firefox gerne nutze, mit der rechten Maustaste aus dem Menü die entsprechende Auswahl für die vorherige Seite zu wählen, ist viel schneller als unter Opera.
Die Menüführung ist recht übersichtlich, aber leider oft recht eigenwillig. Man findet gewisse Einstellungsmöglichkeiten nur relativ schwer, aber dafür gibt es eine wirklich ausgezeichnete Hilfe.

Fazit

Ich habe Opera durchaus schon in den früheren Versionen gemocht und ich mag es heute noch. Aber ich werde in Zukunft bestimmt mit einem weiteren Browser surfen – das wäre der Dritte im Bunde neben Firefox und Chrome.

Wird 2010 das Jahr für augmented reality?

Es mehren sich Anzeichen dafür, dass im nächsten Jahr augmented reality (AR) sich auf breiter Basis durchsetzen könnte. Augmented reality ist eine noch junge Technologie, mit der man zum Beispiel mit einer in einem Mobiltelefon eingebauter Kamera Informationen zur Software im Mobiltelefon übertragen kann. Die Software wertet die Informationen, die es über die Kamera und gegebenenfalls über das GPS erhalten hat, aus und gibt dem Benutzer Informationen, die es meist aus dem Internet bezieht, wieder. Bekannte Beispiele dafür sind Software, dank denen man unkompliziert Informationen zu Immobilien abrufen kann. Nachfolgend einige Beispiele, die augmented reality schön illustrieren:

Hier ein Beispiel auf iPhone von peak.ar via Swisscom Labs:

und gleich ein weiteres Beispiel (gefunden via Swisscom Labs auf sprxmobile):

Auf meinem Handy, ein Nokia E71, befindet sich die Software Barcoo, die ich erst vor kurzem auch im Zusammenhang mit dem Artikel über QR-Code angetestet habe (gefunden via Ovi).

Eine zur Zeit äusserst aktuelle Applikation, die vor kurzem unter anderem im Tages-Anzeiger publiziert wurde, ist iStethoskope, die das Potential in medizinischen Anwendungen sehr anschaulich aufzeigt. Interessanterweise wird hier nicht die Kamera, sondern lediglich das Mikrofon benutzt. Die Diagnose selbst würde aber nicht durch das Handy gemacht, sondern durch den Arzt, insofern stimmt das Ettikett „augmented reality“ nicht ganz, aber der Ansatz ist sehr ähnlich (auch gefunden bei GIZMODO, CNET, Hersteller ist Peter Bentley).

Getwittert wurde in den letzten Tagen besonders auffällig oft über AR. Levent Bulusan machte die Twitterwelt auf  techradar aufmerksam, das verlauten liess, Adidas eine „augmented reality world“ launche (auch zu sehen bei wired.com).

Handys werden zunehmend AR-fähig. iPhone war der Vorreiter, doch nun ziehen andere nach. Android ist ein guter Kandidat dafür, denn die technische Grundlage scheint für Google relativ klar umrissen zu sein. Allenfalls ebenfalls Chancen hätte das Linux-OS von Nokia Maebo und natürlich das Windows Mobile. Das sind Voraussetzungen dafür, dass sich diese Software weiter verbreiten wird, zunächst muss es – noch – in der Öffentlichkeit besser bekannt werden. Vom Hörensagen weiss ich, dass auch schon in einigen Schweizer Nachrichtensendern im Fernsehen solche Applikationen vorgestellt worden sind. Aber für das gesellschaftliche Bewusstsein, dass man die Software einsetzen kann, braucht es mehr.

Ich bin gespannt auf das neue Jahr – und wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2010!

Quellenzusammenfassung:

Google zeigt Chromium OS und den Code – und Untertitelt gleich mit

Google hat heute Chromium OS veröffentlicht und den Code gleich mit, d.h. es ist ein Open Source Projekt. Das Konzept sieht sich sehr interessant an (vgl. Video). Google hat auch gleich in der neu veröffentlichten Untertitelungs-Funktion, die auch Untertitel übersetzen kann, ausgetobt.

Beide Neuerungen sind für mich sensationell, aber ich bin vor allem auf die allgemeine Rezeption der beiden neuen Tools gespannt. Der Untertitel im folgendem Video ist spanisch, aber klickt man unten rechts auf den Pfeil an, kann man wie im Screenshot gezeigten Menü die gewünschte Sprache auswählen!

Leider hat das nachfolgende Video (noch?) keine Untertitel, aber bei Gelegenheit werde ich versuchen, dies zu ändern.

Untertitel-Menü von Youtube

Untertitel-Menü von Youtube