QR-Code: Was ist daraus geworden?

Ich komme nun tatsaechlich dazu, einen weiteren Artikel zu schreiben. Meine Postkarten, die ich noch schreiben will, muessen eben warten! 😉 Ich bitte um Nachsicht, wenn ich keine Umlaute und auch keinen intensiver recherchierten Bericht aus dem Aermel schuetteln kann – meine Moeglichkeiten sind hier doch begrenzter als zu Hause.

Es hat alles so verheissungsvoll angefangen. Im Grunde bin ich nach wie vor ein bisschen ein Fan von den QR-Codes, die manchmal auch etwas verwirrend 2D-Codes genannt werden. QR-Codes hat wohl schon jeder einmal gesehen, sie sehen in etwa so aus:

qrcode mit link zum blog

Ein Beispiel fuer QR-Code

Bei der Einfuehrung der QR-Codes wurde dieser neuartiger Code gehypt, doch heute sieht man diesen Code allenfalls in Werbeanzeigen in IT-lastigen Zeitschriften. In Winterthur konnte man eine Zeitlang an vielen Orten Details zum Standort abrufen. Aber dann wurde es ploetzlich verdaechtig still, obwohl heute in vielen Handys eine Software installiert ist, die die Codes entziffern koennen. Die Software kann auch heruntergeladen werden und es gibt die Codes in dutzenden Geschmacksrichtungen.

Ich sehe aber trotzdem grosses Potential in diesem Code. Ich glaube naemlich, der Code wurde bislang schlicht falsch genutzt. In der Regel stellen solche Codes schlicht eine URL dar. Doch wie viele Leute wollen mit dem Handy tatsaechlich ins Internet? Der Druchbruch des mobilen Internets ist noch nicht gaenzlich geschafft, auch wenn ich persoenlich bereits sehr oft im Internet bin, ja, auch ueber das Mobiltelefonnetz. Aber wenn ich einen solchen Code fotografieren will, dann nicht, um die Webseite des Produkts anzusehen koennen, sondern um weitere Informationen zu erhalten – und vor allem spaeter in Ruhe auf meinem PC mit einem Vernuenftigen Bildschirm anzusehen koennen. Denn oft waren die Homepages leider auch mit Bilder oder schlimmer noch, mit Flashanimationen ausgeruestet. Fuer User mit einem Handy und Mobilnetznutzung ist das nicht sonderlich interessant.

Dabei haette der QR-Code einiges mehr drauf. Theoretisch koennte man in einen solchen Code gemaess Wikipedia grob ca. 4000 Zeichen integrieren, also dem User sehr viel Informationen mitgeben. Gemaess dem Betreiber des Generators, mit dem ich den obigen QR-Code erstellt habe, sollte man aber unter 300 Zeichen bleiben. Meines Erachtens wuerden 4000 Zeichen auch keinen Sinn mehr machen, denn wer wuerde das schon lesen wollen? 300 Zeichen, das sind grob 2 SMS-Mitteilungen, also bereits relativ viele Zeichen fuer ein Handy.

Ich sehe das Potential der Codes in der Einfachheit der Handhabung von Daten, die man als Notizen aufheben will. Man koennte beispielsweise sehr einfach Preisinformationen hinterlegen, aber auch den Ort, wo man bestimmte Produkte oder Filialen finden kann. Man kann sogar vCards in den Code hinterlegen, Visitenkarten wuerden also sehr schnell in ein Smarthandy uebertragen werden koennen. Ich frage mich: warum habe ich das bis anhin noch nicht gesehen?

Ein weiteres Beispiel:

qrcode mit Text

QR-Code mit Text

Die schweizer Post und die SBB nutzen solche Codes uebrigens bereits. Die Post benutzt diese, um Briefsendungen codieren zu koennen, die SBB nutzt diese auch fuer elektronische Bahnbillette, die man via Handy (bzw. MMS) kaufen kann. Viele Unternehmungen, so auch Banken nutzen aehnliche Codes, die Briefsendungen mit einem Code versehen, auch auf Rechnungen sind sie mittlerweile zu finden. Allen Nutzungen gemeinsam ist aber, dass praktisch niemand weiss, wofuer sie sind oder man kennt es schlicht nicht, so zum Beispiel auch bei Bahnbilletten. Selbst der Billettkontrolleur, dem ich mein Handy mit dem Billett gezeigt habe, hat mich nur angeknurrt und murmelnd gesagt, er habe davon mal gehoert und hat mich dann widerwillig „gehen lassen“.

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