Wie wird Terrorismus finanziert?

Ich liebe informative Videos mit Untertitel, gerne auch in englisch. Videos von TED Talks sind wunderbarerweise fast alle untertitelt, auch wenn es manchmal eine Weile dauert, bis das „close caption“, wie man im englischen so schön sagt, mit online sind.

Eines der eindrücklichsten TED Talks ist von Loretta Napoleoni, die nicht nur einen hervorragenden Auftritt bietet, sondern auch ein extrem interessantes wie erschreckendes Thema: Ökonomie des Terrorismus. Dieses Video habe ich schon vor einigen Monaten gesehen und doch geht es mir nicht mehr aus dem Sinn – und das will etwas heissen.

Mir fiel gerade eben den folgenden Gedanken ein. Terrororganisationen sind – ökonomisch gesehen – vergleichbar mit Non Profit Organisationen (NPOs). Anders als bei NPOs dienen Terrornetzwerke nicht zu einem guten Zweck, sondern dem Terror respektive einem Ziel, der mit Terror verfolgt wird. Es spielt – ökonomisch gesehen – letztlich keine Rolle, ob da auch die Mafia dahinter ist. Im Grunde finanzieren sich NPOs ausserhalb der normalen Wirtschaftskreislauf, nämlich oft zu einen guten Teil durch den Staat, manchmal auch ausschliesslich von Spenden.

Interessant ist das auch in dem Zusammenhang, wenn man sieht, wie teuer es offenbar ist, Terror zu finanzieren.  Es gibt dem Anschein nach Terrornetzwerke wie die Al Qaida, die sich grösstenteils (wenn nicht sogar ausschliesslich?) aus Spendengeldern finanzieren; hier ist nicht die Idee, eine gute Tat zu vollbringen, sondern den eigenen Nutzen zu verfolgen (auch wenn dieser verwerflich ist).
Und siehe da: Wenn ich sehe, dass in der Schweiz die reichste Behindertenorganisation mit Mühe eine ein paar Millionen Franken fundraisen kann, können sich es solche Netzwerke offenbar leisten, auch noch sehr viele Volunteers um sich zu scharen, die dafür auch noch bezahlt und von der Polizei verfolgt werden. Ob diese Voluteers wirklich so frei sind, sei dahingestellt, aber die Hürden, eine solche Organisationen zu unterstützen wollen, sind wohl sehr hoch. Dem gegenüber stelle ich mir die Hindernisse für eine Unterstützung für eine Charity relativ tief vor.

Doch nun zurück zum TED Talk, auf den ich aufmerksam machen wollte:

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