Wird 2010 das Jahr für augmented reality?

Es mehren sich Anzeichen dafür, dass im nächsten Jahr augmented reality (AR) sich auf breiter Basis durchsetzen könnte. Augmented reality ist eine noch junge Technologie, mit der man zum Beispiel mit einer in einem Mobiltelefon eingebauter Kamera Informationen zur Software im Mobiltelefon übertragen kann. Die Software wertet die Informationen, die es über die Kamera und gegebenenfalls über das GPS erhalten hat, aus und gibt dem Benutzer Informationen, die es meist aus dem Internet bezieht, wieder. Bekannte Beispiele dafür sind Software, dank denen man unkompliziert Informationen zu Immobilien abrufen kann. Nachfolgend einige Beispiele, die augmented reality schön illustrieren:

Hier ein Beispiel auf iPhone von peak.ar via Swisscom Labs:

und gleich ein weiteres Beispiel (gefunden via Swisscom Labs auf sprxmobile):

Auf meinem Handy, ein Nokia E71, befindet sich die Software Barcoo, die ich erst vor kurzem auch im Zusammenhang mit dem Artikel über QR-Code angetestet habe (gefunden via Ovi).

Eine zur Zeit äusserst aktuelle Applikation, die vor kurzem unter anderem im Tages-Anzeiger publiziert wurde, ist iStethoskope, die das Potential in medizinischen Anwendungen sehr anschaulich aufzeigt. Interessanterweise wird hier nicht die Kamera, sondern lediglich das Mikrofon benutzt. Die Diagnose selbst würde aber nicht durch das Handy gemacht, sondern durch den Arzt, insofern stimmt das Ettikett „augmented reality“ nicht ganz, aber der Ansatz ist sehr ähnlich (auch gefunden bei GIZMODO, CNET, Hersteller ist Peter Bentley).

Getwittert wurde in den letzten Tagen besonders auffällig oft über AR. Levent Bulusan machte die Twitterwelt auf  techradar aufmerksam, das verlauten liess, Adidas eine „augmented reality world“ launche (auch zu sehen bei wired.com).

Handys werden zunehmend AR-fähig. iPhone war der Vorreiter, doch nun ziehen andere nach. Android ist ein guter Kandidat dafür, denn die technische Grundlage scheint für Google relativ klar umrissen zu sein. Allenfalls ebenfalls Chancen hätte das Linux-OS von Nokia Maebo und natürlich das Windows Mobile. Das sind Voraussetzungen dafür, dass sich diese Software weiter verbreiten wird, zunächst muss es – noch – in der Öffentlichkeit besser bekannt werden. Vom Hörensagen weiss ich, dass auch schon in einigen Schweizer Nachrichtensendern im Fernsehen solche Applikationen vorgestellt worden sind. Aber für das gesellschaftliche Bewusstsein, dass man die Software einsetzen kann, braucht es mehr.

Ich bin gespannt auf das neue Jahr – und wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2010!

Quellenzusammenfassung:

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2 Gedanken zu „Wird 2010 das Jahr für augmented reality?

    • AR für Bibliotheken? Da fällt mir vor allem ein, dass bei sehr alten Büchern, denen manchmal einen Teil der Seite fehlt, eine Rekonstruktion machen könnte. Auf diese Weise sähe man das Original und die fehlenden Stücke gleich mit. Oder man könnte dies auch visualisieren, in dem man QR-Tags auf ein „normales“ Buch druckt, durch die App aber dann die entsprechenden Seiten sehen könnte. Auf diese Weise wäre dann das Buch interaktiv erlebbar.

      Weiter könnte man ein Buch mit Hilfe einer solchen App finden, falls das Buch überhaupt da ist. Das Smartphone könnte daher den Besucher zum entsprechenden Regal führen.

      Wie gut die beiden Vorschläge sich umsetzen lassen, weiss ich leider nicht.

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