Excel: Datumsfunktionen

Via Twittter wurde ich vor kurzem gefragt, wie man  in Excel die Anzahl Tage ohne die Wochenenden berechnen könne. Das ist in Excel mittels der Funktion NETTOARBEITSTAGE zu lösen. Diese Funktion ist nur eine der nicht wenigen Datumsfunktionen in Excel.

Nicht vielen ist bekannt, dass Microsoft eine (fast) komplette Funktionsreferenz ins Internet gestellt hat, natürlich auch zu den Datumsfunktionen.

NETTOARBEITSTAGE wird also wie folgt genutzt:

NETTOARBEITSTAGE(Ausgangsdatum; Enddatum; [Freie_Tage])

wobei Ausgangsdatum das Datum ist, von wo aus die Berechnung gestartet werden soll. Das Enddatum markiert das letzte Datum. Man kann zusätzliche freie Tage subtrahieren, wenn man will. NETTOARBEITSTAGE berücksichtigt von sich aus keine Feiertage (z. B. Ostern), sondern ausschliesslich die Wochenenden. Daher ist die Angabe der freien Tage  beispielsweise dann sinnvoll, wenn man die Ostertage als Wochenende mit berücksichtigen möchte. Aber leider muss man dies manuell tun. Die freien Tage sind keine obligatorische Angabe, weshalb diese auch in den eckigen Klammern [ ] angegeben sind. Man kann sie komplett weglassen.

Leider kann aber nun nicht einfach ein Datum als Ausgangsdatum eingegeben werden, wie wir es kennen. Excel rechnet nicht mit einem Datum wie 12.06.2011, sondern dieses Datum würde in Excel als 40706 wiedergegeben. Das hängt damit zusammen, das für Excel ein Datum eine fortlaufende Nummer ist. 01.01.1900 ist die Zahl 1. Damit man die NETTOARBEITSTAGE trotzdem verwendet werden kann, muss zusätzlich die Funktion DATUM verwendet werden. DATUM hat den folgenden Aufbau:

DATUM(Jahr; Monat; Tag)

Damit sieht für den Monat Mai 2011 die Formel so aus:

=NETTOARBEITSTAGE(DATUM(2011;5;11);DATUM(2011;6;1))

und als Ergebnis 16, denn der Monat Mai hat genau 16 Arbeitstage. Möchten wir für den April mit insgesamt 15 Arbeitstagen noch Ostern berücksichtigen, müssen wir diese als freie Tage manuell mit eingeben. Der 22. April war ein Karfreitag und der 25. April der Ostermontag, beide Tage gelten in der Schweiz als Feiertage. Damit muss ich also 2 Tage subtrahieren. Nun ist es aber so, dass nur ein Argument, sozusagen ein Platzhalter vorgesehen ist. Man kann also nicht einfach weitere Daten einfügen, aber man kann in mehreren Zellen die Angaben machen. Das sieht wie folgt aus, wenn in A4 und A5 diese beiden Daten angegeben sind:

=NETTOARBEITSTAGE(DATUM(2011;4;11);DATUM(2011;5;1);A4:A5)

Das ergibt 15 – 2 = 13 Arbeitstage.

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass die erwähnte Funktionsreferenz leider nicht komplett ist. Darauf werde ich im nächsten Artikel eingehen.

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Gesucht: Excel-Probleme

Hallo zusammen,

ich würde gerne Inputs von Euch erhalten. Was beschäftigt Euch in Excel? Welches Problem würdet Ihr gerne effizienter angehen? Wollt Ihr lieber Formeln kennenlernen oder lieber Tastenkürzel? Nur so einmal verschiedene Vorschläge:

  • SVERWEIS – sicher einer der beliebtesten Formeln, aber es gibt leider auch Limiten. Zum Beispiel ist es mit SVERWEIS nicht möglich, eine Spaltenangabe kleiner als 0 anzugeben, was für eine Suche nach Links interssant wäre. Aber es gibt Alternativen zum SVERWEIS und mit VERGLEICH kann man solche Verweise zudem wunderbar erweitern.
  • Textsäuberungsfunktionen – Wenn die vermaleidete Datenbank wiedermal irgendwelche seltsame Zeichen ausspuckt oder die Tabelle des Arbeitskollegen der Horror ist, dann kommt man um die nicht herum. Es gibt einfach Todsünden – habe ich schon selber erlebt – dass man da beispielsweise mehrere Zeilen einfach ganz dünn zusammenstaucht, so dass es „Abgrenzungen“ gibt und dabei auch möglichst ein kleiner Roman in einige Zellen geschrieben wird, am besten gleich ausgeblendet, damit derjenige, der die Tabelle bearbeitet, sich dann wundert, woher die schönen Buchstaben denn kommen.
  • Mathematik – Da bin ich jetzt weniger bewandert, aber ich weiss, dass man auch Matrizen, Monte-Carlo-Schätzer und andere Funktionen benutzen kann. Obwohl ich überzeugt bin, dass es da durchaus bessere Tools gibt, sagen wir MatLab (herrlich für Matrizen), Maple (genial für Analysis) oder meinetwegen auch SPSS (kommt am ehesten an der Excel-artigen Struktur heran), kann man zur Not auch mit Excel arbeiten.
  • Seit Excel 2007 gibt es die Tabellenfunktion. Tabellenfunktion in einer Tabelle, also tabellarischer als tabellarisch? In der Tat ist diese Bezeichnung höchst unglücklich, aber diese Funktion hat es durchaus in sich, nicht nur, weil man schöne Tabellenformate wählen kann.
  • Seit Excel 2007 kann man mit einer 1 Million Zeilen arbeiten. Theoretisch. In der Praxis gibt es aber oftmals andere Limiten. Es kommt auf die Hardware an, aber auch auf die Daten und natürlich auf die verwendeten Funktionen. Mit SUMMEWENN wird man als Beispiel nicht sehr weit kommen.
  • Sparklines – ein neues Buzzword in der Excelwelt. Wofür sind die denn gut?
  • Diagramme – Okay, ich persönlich halte Diagramme grundsätzlich für überbewertet, aber man kann damit wirklich schöne Dashboards basteln. Ich bin zwar kein Dashboard-Experte und dafür gibt es auch einige Blogs, die sich sogar bis hin zu animierten Diagrammen beschäftigen. Bei einer entsprechenden Anfrage würde ich aber selber aus reiner Neugier recherchieren.
  • Einige Funktionen scheinen zwischen Excel 2003 und Excel 2007 verloren gegangen zu sein. Beispielsweise ist es nicht mehr so einfach möglich, leere Zellen wie in Excel 2003 via Autofilter zu löschen. Dafür ist aber mit Excel 2007 der Autofilter grundsätzlich mächtiger und komfortabler geworden.
  • Pivottabellen – Viele Leute behaupten, Pivottabellen seien das komplizierteste, was man mit Excel anstellen könne. Dem ist überhaupt nicht so, Pivottabellen sind sehr einfach zu handhaben, man braucht nur ein bisschen zu verstehen, was passiert. Und das hat man nach zwei, drei Beispielen locker vom Hocker verstanden. Da finde ich einige Formeln schon viel komplizierter.
  • VBA – Ich finde die VBA-Ansteuerung für Excel viel besser gelungen als für Word. Word ist natürlich nicht ganz so schön strukturiert wie Excel und damit viel schwieriger zu handhaben. Wer VBA lernen will, sollte meiner Meinung nach zuerst mit Excel anfangen. VBA in Word ist für mich in vielerlei Hinsicht ein Horror.
  • GUIs – Graphical User Interfcaces, also grafische Oberflächen,  in Excel sind sehr einfach zu erstellen, aber man braucht sehr schnell VBA-Kenntnisse. Klingt verdammt schwer, zugegeben: trivial ist es nicht, aber so schwer wie es sich anhört, ist es bei weitem nicht, so dass diese Funktion meiner Meinung nach eines der am unterbewertesten Funktionen in Excel ist.
  • Solver (Was-Wäre-Wenn-Analyse) – damit konnte ich ehrlich gesagt noch nie etwas anfangen. Wer’s braucht… dem erkläre ich das trotzdem. Das ist vielleicht die Funktion, die ich selber am meisten unterbewerte… oder auch nicht 😉

Ich bin für Anregungen offen! Und noch ein Wort, warum ich Anregungen sammle: Ich kenne selber auch noch nicht alles und mit Problemstellungen lerne ich selber am meisten.

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Mehrere Skype-Accounts gleichzeitig laufen lassen

Diese Möglichkeit ist nicht mehr ganz neu und ich hatte auch schon vor langer Zeit zwei Accounts laufen, aber nicht gleichzeitig. Den Traum, zwei Accounts gleichzeitig laufen zu lassen können, habe ich aber nie ganz aufgegeben.

Nach einer erneuten Recherche bin ich auf den Tipp von Numlock.ch gestossen. Ich gebe den Artikel auf zusammengefasst in Deutsch wieder:

  1. Direkt von Installationsorder (z. B. C:\Programme\Skype) von Skype eine Verknüpfung erstellen. Das geht am einfachsten mit rechten Maustaste -> senden an -> Desktop
  2. Die Verknüpfung mit der rechten Maustaste anklicken und „Eigenschaften“ auswählen
  3. In der Box „Ziel“ folgendes hinzufügen: „secondary“, so dass es wie folgt aussieht: “C:\Program Files (x86)\Skype\Phone\Skype.exe” /secondary
    Wichtig ist, dass \secondary nach dem Schlusszeichen steht
  4. Skype starten und jetzt kann man den neuen Skypeaccount eröffnen.
  5. Auf Numlock.ch schreibt jemand im Komentar, dass er so erfolgreich 5 Accounts gleichzeitig zum laufen gebracht habe. Ich habe es nur mit zweien getestet.

SwiftKey – Angenehmer schreiben auf Android

Mein bisher bester App-Einkauf auf meinem HTC Desire (Froyo) war eindeutig die Tastatur-App SwiftKey. Diese Applikation ermöglicht ein sehr flottes Schreiben, in dem es die Schreibgewohnheiten des Users aufnimmt und dementsprechende Worte vorschlägt. Wer zum Beispiel in seinen Messages häufig „Wie geht es Dir?“ schreibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Swiftkey spätestens nach „Wie“ praktisch die ganze Wortkette für diesen Satz vorschlägt. Dies wird auch im folgendem Video ab 00:10 sehr deutlich.

Link zum Android-Market

SwiftKey im Android-Market

Die App lässt sich auf zwei Sprachen einstellen, für mich ist das leider eine Sprache zu wenig, weil ich neben Deutsch und Englisch hin und wieder auch Französisch benutze. Auch die Tastatur lässt sich auswählen, man kann sich zwischen QWERTY, QWERTZ, QZERTY oder AZERTY entscheiden. Die Tastatur ist auch im Querformat zu nutzen, das heisst, die Tastatur wird dann breiter oder entsprechen schmaler eingestellt. Die Tasten sind gut zu erreichen und haben eine Grösse, dank der gut zu tippen ist (wobei ich sagen muss, dass ich kleine und feine Hände habe).
SwiftKey kann man gratis während zwei Wochen ausprobieren.

 

Diese App ein Muss für jeden, der oft und gerne längere Texte auf seinem Android-Phone schreibt!

Netvibes vs Pagesflakes vs iGoogle (Reader)

Vor einigen Jahren noch, als ich mich für Blogs und RSS-Feeds zu interessieren begann, benutzte ich gerne das gute, alte RSSOwl, ein Open Source RSS-Reader, den ich heute noch empfehle.

Mittlerweile möchte ich Blogs hin und wieder auch unterwegs vom Handy aus abrufen können. Die Lösung dafür sind Online-Dienste, die RSS-Feeds aggregieren. Der bekannteste Vertreter dafür ist wohl Google Reader, mit dem ich zunächst begann, weil Google Reader sehr gute Kritiken erhielt und erhält.

Per Zufall stiess ich via Feedburner (gehört heute zu Google) auf die Erkenntnis, dass Netvibes heute auch Feeds aggregieren können. Netvibes und Pageflakes sind inzwischen relativ alte Websiten und beide waren mir kurz nach ihren Gründungen bekannt. Ursprünglich waren sie als reines Onlineportal gedacht. Um das Jahr 2000 herum bekämpften sich Websites damit, möglichst als Einstiegswebsite genutzt zu werden. Diesem Zug sprangen Netvibes und später auch Pageflakes auf. Diese Idee, möglichst die Einstiegswebsite zu sein, haben heute etwas an Bedeutung verloren, weil die meisten Internetuser Suchmaschinen wie Bing, Google und Yahoo nutzen.

iGoogle bzw. Google Reader

Google Reader ist sehr einfach zu bedienen und schnell. Wer ein Widget-Freak ist, kann sich bei iGoogle tausende installieren, wobei deren Qualität oft fragwürdig ist. Mit iGoogle konnte ich mich nie richtig anfreunden, nicht nur weil die Datensammelwut von Google beängstigend ist, weil die Verwaltung und das Lesen von Feeds eher umständlich ist.

Ansicht von Google Reader

Google Reader

Netvibes

Netvibes ist ein Urgestein in diesem Business und hat sich immer weiter entwickelt. Die Oberfläche ist dank AJAX-Technologie interaktiv und sehr einfach gestaltbar. Netvibes präsentiert sich übersichtlich, aber ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn es um das Hinzufügen von Widgets geht. Netvibes hat die wirklich schöne Eigenschaft, dass man damit Blogs sehr einfach und übersichtlich über verschiedene Tabs verteilen und lesen kann. Der französische Vertreter dieser Webanwendung wurde im Jahr 2005 gegründet.
Das Layout zum Lesen von Newsfeeds ist auf Netvibes etwas Eigen, hat aber Vorteile. Man kann für jedes Blog-Thema eine entsprechende Seite einrichten und hat damit die Blogs sehr schön übersichtlich vor sich. Es gibt auch eine Reader-View (Link dazu im Bild oben rechts mit Gelb hervorgehoben), bei der man auch so Blogs wirklich sehr übersichtlich vor sich haben kann.
Interessant bei Netvibes ist die Möglichkeit, seine Zusammenstellung von Widgets zu veröffentlichen. So kann man eine solche Sammlung anderer in eine Seite integrieren oder eine eigene Seite auslagern. Das ist nicht wirklich etwas für mich, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sowas viele Leute mögen.

Einstigsseite von Netvibes

Einstiegsseite von Netvibes

Feedreader von Netvibes

Ansicht des Feedreaders von Netvibes

Netvibes' dashboardartige Darstellung von Feeds

Weitere Darstellungsmöglichkeit für Feeds - mein Favorit

Pageflakes

War ursprünglich in Deutschland domiziliert, verlegte jedoch ihren Sitz in die USA. Ebenfalls wie Netvibes im Jahr 2005 gegründet, hat es einen sehr ähnlichen Aufbau wie Netvibes. Der vielleicht wichtigste Nachteil von Pageflakes ist die in das Portal integrierte Werbung. Die Seiten werden via Google Ad „gesponsort“ und leider nimmt diese Werbung recht viel Platz für die Seite weg. Dafür ist der Aufbau ein wenig übersichtlicher, etwas intuitiver und hat mehr Widgets (bei Pageflakes heissen sie „Flakes“) zur Verfügung als Netvibes. Wer Newsfeeds (Link dazu im Bild oben rechts mit Gelb hervorgehoben) von Blogs lesen will, ist damit gut bedient: Das Layout hält sich strikt an die klassischen Reader und ist eindeutig etwas einfacher zu bedienen als Google Reader. Ganz ähnlich wie Netvibes lassen sich auch hier Zusammenstellungen von Flakes veröffentlichen und von Anderen übernehmen.

Einstiegsseite von Pageflakes

Ansicht von Pageflakes auf der Einstiegsseite

Feedreader von Pageflakes

Feedreader von Pageflakes

Fazit

Ich hatte recht lange, um mich zwischen Netvibes und Pageflakes zu entscheiden, was für mich ungewöhnlich ist. Die Entscheidung fiel mir wirklich nicht leicht, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich mehr als 50 verschiedene Blogs in verschiedenen Kategorieren lese und ich gerne den Überblick über die Blogs habe, habe ich mich für Netvibes entschieden. Dafür hätte mir die etwas bessere Usability von Pageflakes besser gefallen. Klar ist für mich nur, Google Reader ist in Bezug auf diesen beiden Dienste deutlich im Nachteil. Sie können mehr, sind aufgeräumter und haben mehr Erfahrung, das sieht man.

Wuala im neuen Design und neue Features

Wuala, der online-Storagedienst meiner Wahl, hat ein neues Design und einige neue Funktionen spendiert erhalten. Als Windows 7 – Nutzer ist das neue Design etwas zu Apple-lastig ausgefallen, es erinnert stark an iTunes. Mir hat das alte, etwas eigene, aber doch frische Design besser gefallen. Es hob sich wohltuend von anderen Software ab.

Aber ich werde mich sicher daran gewöhnen und die neue Funktion, dass man zwischen mehreren PCs synchronisieren kann, macht den Lapsus mehr als wieder wett!

Unboxing: Clickfree

Nachdem meine HD meines Notebooks schlicht aus dem Ruder läuft und ich bald einen neuen Laptop kaufen will, weil die 3.5 Jahre alte CPU bei vielen Anwendungen ins Stocken kommt, habe ich mir das Clickfree mit 1 TB Speicher für Fr. 269.– von digitec.ch bestellt.

clickfree box

clickfree box

Clickfree ist ein Hersteller, der verspricht, mit sehr wenig Aufwand Backups machen zu können. Einfach das Ding auf den Tisch stellen, Strom zuführen und das USB-Kabel in die USB-Buchse des Notebooks führen, das soll reichen. Das Backup starte damit automatisch, so die Werbung.

clickfree 1 TB im Grössenvergleich mit Kugelschreiber

clickfree 1 TB im Grössenvergleich mit Kugelschreiber

Genau das habe ich auch gemacht, bis auf das Backup. Das hat leider nicht auf Anhieb funktioniert, sondern Windows XP hat dieses Gerät als CD-Rom erkannt, nicht als Backup-System oder Harddisk. Nachdem ich das USB-Kabel ins Notebook gesteckt habe, passierte einmal gar nichts. Ich wartete eine Minute, eine weitere und dann entfernte ich das USB-Kabel vom PC wieder, um es nach einigen Sekunden wieder einzustecken. Aber das half nichts.

Es ist ein der Support-Seite von Clickfree ein bekanntes Problem. Wer wie ich (noch) Windows XP benutzt, muss unter Umständen ein von Microsoft bereitgestelltes Tool downloaden, womit sich Autoplay-Probleme beheben lassen. Damit hat es dann auch bei mir geklappt – einfach clickfree einstecken und das Backup startet automatisch!

Die Geschwindigkeit des Backups schätze ich als recht schnell ein. In meinem Fall dauerte das Backup von ca. 125GB etwa 7 Stunden.

Da die Clickfree-Harddisk von Windows XP als CD-Rom erkannt wurde und interessanterweise gleich zwei Laufwerke abgebildet werden, wollte ich wissen, ob ich denn auch Dateien von meinem PC auf die Harddisk verschieben kann, ohne das Backupsystem bemühen zu müssen. Wenn man nämlich das Backupsystem nutzt, kann man leider nicht direkt auf die dort liegenden Dateien zugreifen, sondern man muss sich umständlich durch das sonst wirklich gut gemachte, übersichtliche Backupsystem navigieren. Aber wenn man seine lokale Harddisk einmal entlasten will, um dann auf die entfernte Datei zuzugreifen können, wäre es auch praktisch, ohne das Backupsystem arbeiten zu können.

Klickt man auf einen der beiden Laufwerke, wird das Backupsystem gestartet. Wählt man – in meinem Fall – das Laufwerk G: und wählt dann im Kontextmenü (rechte Maustaste) „Öffnen“, hat man direkten Zugriff auf die Harddisk von Clickfree. Das funktioniert zwar auch beim Laufwerk H:, dort aber hat man keine Schreibrechte. In G: liegen zwar einige Dateien, aber man kann hier einen Ordner erstellen, z. B. „eigene Dateien“ und dann die Daten hierhin kopieren.

zwei Laufwerke für Clickfree

zwei Laufwerke für Clickfree

Im Backupsystem lassen sich einige Einstellungen vornehmen. Das sind einmal die Ordner, die man sichern will, aber auch Dateien. Clickfree macht es hier einem wirklich einfach, denn nach dem ersten Einstecken geht Clickfree das lokal vorhandene Dateisystem durch und erkennt praktisch alle Dateien, zum Beispiel erkannte es auch Firefox und Thunderbird und andere eher nicht so häufig vertretene Software.

Fazit:

Clickfree kann ich sehr empfehlen. Auch wenn das Einstecken-und-Backup-gemacht bei mir nicht ganz auf Anhieb funktioniert hat, eine einfachere Backuplösung habe ich bisher wirklich noch nicht gesehen. Schade nur, dass das System gleich zwei Laufwerke erhält und darüber hinaus nicht als externe Harddisk vorbereitet ist, sondern man muss sich quasi am Backupprogramm vorbeischlängeln, damit man mal so eben Dateien hochladen kann, ohne sie gleich als Backup haben zu wollen.

Dropbox vs. Wuala

Dropbox ist ziemlich bekannt geworden als ein Konkurrent von Wuala, Teamdrive, Live Mesh, Nomadesk und vielen anderen. Während Teamdrive und andere ähnliche Anbieter sich auf Business-Kunden konzentrieren, wenden sich Dropbox und Wuala vor allem an Privatpersonen. Ich hatte nun nicht die Gelegenheit, alle Anbieter auszuprobieren, sondern möchte nur zwei gegenüberstellen, die ich selber getestet habe, Dropbox und Wuala.

Dropbox ist ein in San Francisco beheimatetes Unternehmen, das 2008 gegründet wurde. Die Server sind in den USA gehostet, somit unterliegen die Daten der Rechtsprechung der USA.
Wuala ist ein Produkt von Caleido AG, einem Spin-Off der ETH Zürich und hat seine Server in der Schweiz und in Deutschland. Die Firma wurde 2009 durch das amerikanisch-französische Speicherunternehmen LaCie übernommen.

Wualas Konzept ist etwas komplizierter als das von Dropbox. Man kann zum Beispiel 1GB freien Festplattenspeicher an Wuala abtreten, wofür man 1GB Onlinespeicher erhält. Man verliert also keinen Speicherplatz, doch man ist an einige Bedingungen gebunden. Man muss eine gewisse Stundenzahl im Netz sein, damit man diesen Speicher gratis erhält. Das bedeutet also auch, dass man Netzwerkkapazität freigeben muss, es verringert also die Geschwindigkeit der Internetleitung dadurch, dass Wuala auf diesen freigegebenen Festplattenplatz zugreift. Die eingetauschten Gigabites sind im Netzwerk natürlich auch nicht ganz so schnell wie lokalen. Das sind also die „versteckten“ Kosten, die man für einen eingetauschten Onlinespeicher eingeht. Alternativ kann sich aber auch Onlinespeicher kaufen, ohne dass man dafür Festplattenspeicher hergeben muss.

Dropbox ist mittlerweile so weit verbreitet, dass es Clients für iPhone und Android gibt. Das heisst, Dropbox kann praktisch ubiquitär genutzt werden, überall dort, wo es ein Netzwerk gibt.
Demgegenüber kann Wuala nicht ganz mithalten, doch das ist, scheint es, auch nicht unbedingt die Idee von Wuala. Wuala setzt sehr stark auf die Datensicherheit. Auf Grund der Idee, dass man die Daten in der Cloud verteilt und unter Umständen auch bei einer Privatperson hat, müssen die Daten erst verschlüsselt werden. Die Daten sind stark verschlüsselt, so dass niemand, ausser dem Eigentümer der Daten bzw. demjenigen, der das Passwort hat, auf diese zugreifen kann. Nicht einmal die Firma Caleido AG kann auf die Daten zugreifen, wie Caleido AG selbst betont, denn das Passwort des Nutzers verlässt den Computer nie, es wird also nie zu Wuala übertragen. Das heisst auch, bei Problemen mit dem Passwort kann hier Wuala nicht aushelfen. Man kann sich, wenn man will, bei Wuala eine Merkhilfe einrichten.
Anders ist hier Dropbox: Es verschlüsselt die Daten nicht, sondern will die Daten lediglich auf dem Server sicher verwahren. Dropbox legt jedoch nicht offen, wie die Daten verschlüsselt werden, aber Dropbox weist darauf hin, dass man die Daten selber verschlüsseln könne, bevor sie hochgeladen werden. Sie schlagen dafür truecrypt vor, eine sehr bekannte Software zur Verschlüsselung von Daten. Man kann dessen Quellcode einsehen, aber sie wird aus lizenzrechtlichen Gründen nicht als Open Source anerkannt. Das macht Dropbox meiner Meinung nach relativ heikel, was die Datensicherheit angeht. Wenn man also sicher sein will, dass die Daten vor anderen sicher sind, muss man sie verschlüsseln oder einen Container mit truecrypt machen, damit die Daten sicher sind. Dafür kann Wuala allenfalls bei einem Passwortproblem aushelfen.

Wuala will „social“ sein. Man kann – muss aber nicht – bei seinem Nutzerkonto seinen Realnamen angeben, damit man von anderen Freunden einfacher gefunden wird. Damit wird der Daustausch einfacher möglich. Wuala stellt drei verschiedene Ordner zur Verfügung: einen, auf den nur der Nutzer zugreifen kann, einen anderen, auf den nur Freunde zugreifen können und auf den Dritten kann die ganze Welt zugreifen, sofern sie im Besitz des Links sind.

Ein ähnliches Konzept verfolgt Dropbox, aber man kann da keine Freunde spezifizieren, sondern es ist ein entweder-oder: Entweder sind die Daten geheim oder alle können darin einsehen, wenn man den Link dazu hat.

Auffällig sind die Unterschiede, wie der Datenaustausch zum einen und zum anderen Dienst funktionieren. Wuala stellt neben dem Netzlaufwerk auch eine Software zur Verfügung, mit der man sehr übersichtlich sein Konto wie die Daten verwalten kann.
Dropbox kennt keine solche Software, sondern nur den „nackten“ Windows Explorer. Man hat also keine eigene Software dafür, sondern man verschiebt seine Daten einfach ins Netzlaufwerk.

Fazit: Mir gefällt Wuala etwas besser, vor allem auch weil dieser Dienst die Daten standardmässig und transparent verschlüsselt. Der Mitgründer von Wuala, Dominik Grolimund, hat ein zehnseitiges Paper veröffentlicht, das leider auch für mich (ich habe einige Semester an der ETHZ Informatik studiert und habe nach einer Seite abgebrochen…) sehr schwer zu lesen ist. Im Forum hat Wuala aber angekündigt, den Sicherheitsaspekt im eigenen Blog ausführlich und einfach erklären zu wollen. Die Transparenz von Wuala gefällt mir insofern eindeutig besser, zudem werden die Server in der Schweiz und in Deutschland gehostet, was eine bessere Rechtssicherheit für die Daten sorgt.
Dropbox‘ stärken sind dagegen klar in der Ubiquität und Hochverfügbarkeit der Daten zu suchen. Es gibt iPhone-Apps wie auch auf Android Apps, mit deren Hilfe auf Dropbox zugegriffen werden können. Ich habe nun
Abschliessend gilt nur noch darauf hinzuweisen, dass die Sicherheit der Daten nur so sicher ist wie das Passwort. Wie man sichere Passwörter erstellt, darüber gibt auch Wikipedia Auskunft.

Ich habe mir einige GB bei Wuala gekauft, weil sie mir grundsätzlich sympathischer sind und mehr Funktionen zu Verfügung stellen. So ist beispielsweise ein einfacher Datenaustausch mit bestimmten Personen sehr einfach Man muss sich aber bewusst sein, dass Daten dort nicht zu 100% sicher im Sinne der Verfügbarkeit sind. Wer ein wirklich gutes Backupsystem für sehr wichtige Daten haben will, sollte diese nicht nur einem System anvertrauen, sondern mehrere Backups haben.

Dropbox ist mir irgendwie nicht ganz sympathisch, vor allem nicht, weil sie nicht offen sagen können, wie die Daten verschlüsselt werden.

Es muss am Ende jeder für sich selber entscheiden, welche Vorteile man zugunsten welchen Nachteilen in Kauf nehmen will.

Eckdaten:

Dropbox:

  • Sichere Verbindung zum Server (SSL)
  • Unkompliziert, weil sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten
  • Stellt 2GB Online-Speicher gratis zur Verfügung, weitere GB können dazugekauft werden
  • Datenverfügbarkeit wird nicht garantiert.
  • Speicherpreise sind meiner Meinung nach kompetitiv
  • Verfügbar für Windows, Mac, Linux, iPhone, Android und Blackberry

Wuala

  • Sichere Verbindung zum Server (SSL)
  • Ebenfalls unkompliziert, hat aber relativ viele Einstellungsmöglichkeiten, die übersichtlich präsentiert werden
  • Gute Hilfe, gutes Forum; fast alles auf Deutsch erhältlich
  • Man kann eigenen Festplattenspeicher gegen Onlinespeicher eintauschen, muss aber nicht; Speicherkauf ist ebenfalls möglich
  • Hat eine soziale Komponente, man kann Dateien nur bestimmten Freunden veröffentlichen und eignet sich damit auch besser für das Arbeiten im Team.
  • Datenverfügbarkeit wird nicht garantiert, aber scheint zur Zeit nicht ganz so sicher zu sein wie Dropbox.
  • Daten können versioniert werden
  • Ordner können spezifiziert werden, die automatisch gesichert (synchronisiert) werden sollen
  • Speicherpreise sind meiner Meinung nach kompetitiv
  • Verfügbar für Windows, Mac und Linux

Videos

Dropbox‘ Video ist leider nicht einbettbar.

Update

das/die E-Mail

Wir Schweizer sind bekanntlich ein seltsames Volk. Es betrifft nicht nur den politisch-historischen „Sonderfall Schweiz„, sondern auch die Sprache. Wir haben nicht nur 4 offizielle Sprachen und etliche Dialekte, die immer und überall, selbst bei Bewerbungsgesprächen gesprochen wird. Sondern wir haben auch ein eigenes Deutsch, hochoffiziell und das wird sogar als „Schweizer Hochdeutsch“ genannt.
Jawohl, ich meine damit unter anderem das E-Mail, das ich normalerweise als zusammenhängend, also das Email schreiben würde (E-Mail mit Bindestrich lese ich heute nur noch sehr selten). Der Duden erkennt die sächliche Form dieses Nachrichtenmediums sogar an.

Jedoch beobachte ich seit etwa 4 Jahren mit Unbehagen, dass auch in der Schweiz immer häufiger die Email geschrieben wird, der Einfluss durch böse Schriften wie Zeitungen und Büchern aus dem grossen Kanton deutlich spürbar. Ich getraue mich heute fast nicht mehr, das E-Mail zu sagen oder zu schreiben, doch die Gewohnheit ist stärker. Ich bin überhaupt der Meinung, Wörter, die aus der englischen Sprache abstammen, sächlich sein sollten. Denn im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Wörtern nicht. Diese Unterscheidung in der Deutschen Sprache finde ich ohnehin doof und dann will man plötzlich sagen, E-Mail sei weiblich? Ich dachte, Frauen hätten in der Informatik nichts zu suchen*? 😉

Wer ausser mir schreibt noch heimlich das Email?

*Ich kenne Frauen, die in der Informatik sehr begabt sind, mit einigen habe ich auch Informatik studieren dürfen, die im Gegensatz zu mir das Studium auch abschlossen – das Vorurteil, Frauen seien in der Informatik unfähig, will ich damit wieder zurück in die Klischeekiste legen!

Wie wird Terrorismus finanziert?

Ich liebe informative Videos mit Untertitel, gerne auch in englisch. Videos von TED Talks sind wunderbarerweise fast alle untertitelt, auch wenn es manchmal eine Weile dauert, bis das „close caption“, wie man im englischen so schön sagt, mit online sind.

Eines der eindrücklichsten TED Talks ist von Loretta Napoleoni, die nicht nur einen hervorragenden Auftritt bietet, sondern auch ein extrem interessantes wie erschreckendes Thema: Ökonomie des Terrorismus. Dieses Video habe ich schon vor einigen Monaten gesehen und doch geht es mir nicht mehr aus dem Sinn – und das will etwas heissen.

Mir fiel gerade eben den folgenden Gedanken ein. Terrororganisationen sind – ökonomisch gesehen – vergleichbar mit Non Profit Organisationen (NPOs). Anders als bei NPOs dienen Terrornetzwerke nicht zu einem guten Zweck, sondern dem Terror respektive einem Ziel, der mit Terror verfolgt wird. Es spielt – ökonomisch gesehen – letztlich keine Rolle, ob da auch die Mafia dahinter ist. Im Grunde finanzieren sich NPOs ausserhalb der normalen Wirtschaftskreislauf, nämlich oft zu einen guten Teil durch den Staat, manchmal auch ausschliesslich von Spenden.

Interessant ist das auch in dem Zusammenhang, wenn man sieht, wie teuer es offenbar ist, Terror zu finanzieren.  Es gibt dem Anschein nach Terrornetzwerke wie die Al Qaida, die sich grösstenteils (wenn nicht sogar ausschliesslich?) aus Spendengeldern finanzieren; hier ist nicht die Idee, eine gute Tat zu vollbringen, sondern den eigenen Nutzen zu verfolgen (auch wenn dieser verwerflich ist).
Und siehe da: Wenn ich sehe, dass in der Schweiz die reichste Behindertenorganisation mit Mühe eine ein paar Millionen Franken fundraisen kann, können sich es solche Netzwerke offenbar leisten, auch noch sehr viele Volunteers um sich zu scharen, die dafür auch noch bezahlt und von der Polizei verfolgt werden. Ob diese Voluteers wirklich so frei sind, sei dahingestellt, aber die Hürden, eine solche Organisationen zu unterstützen wollen, sind wohl sehr hoch. Dem gegenüber stelle ich mir die Hindernisse für eine Unterstützung für eine Charity relativ tief vor.

Doch nun zurück zum TED Talk, auf den ich aufmerksam machen wollte: